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ASIP: widersprüchliche Forderungen im Hinblick auf Immobilien und Hypotheken sind kontraproduktiv

05. Februar 2019

Stellungnahme des Schweizerischen Pensionskassenverbands ASIP

In den letzten Tagen gab es sehr widersprüchliche Forderungen an Pensionskassen (PK). Die einen wollen, dass sie mehr, die anderen, dass sie weniger auf Immobilien und Hypotheken setzen. Gewisse Akteure scheinen die Diskussionen vor allem für Eigenwerbung zu nutzen. Beide Forderungen sind jedoch nicht zielführend und eher dem Kapitel Polemik zuzuordnen.

05. Februar 2019

Stellungnahme des Schweizerischen Pensionskassenverbands ASIP

In den letzten Tagen gab es sehr widersprüchliche Forderungen an Pensionskassen (PK). Die einen wollen, dass sie mehr, die anderen, dass sie weniger auf Immobilien und Hypotheken setzen. Gewisse Akteure scheinen die Diskussionen vor allem für Eigenwerbung zu nutzen. Beide Forderungen sind jedoch nicht zielführend und eher dem Kapitel Polemik zuzuordnen.

Jede Pensionskasse hat aufgrund ihrer Risikofähigkeit und ihrer Versichertenstruktur eine eigene Anlagestrategie zu definieren. Angesichts des aktuellen Zinssituation haben die Pensionskassen auch ihre Anlagestrategien überprüft. Ihre Portfolien bestehen aus einem breiten Mix aus unterschiedlichen Anlagen, darunter auch Immobilienanlagen.

Bei den Immobilienanlagen von Schweizer Pensionskassen sind meist insbesondere Investitionen in Wohnimmobilien wegen der stabilen Cashflows von besonderer Bedeutung. Leerstandsquoten nehmen auch in Liegenschaften von Pensionskassen zu, wobei diese je nach Lage der Liegenschaft (Region in der Schweiz, städtische oder eher ländliche Lage) unterschiedlich sind. Zudem sind Pensionskassen langfristig ausgerichtete Investoren, die nicht den kurzfristigen Profit suchen. Auch bei einem Markteinbruch bei den Immobilien ist aus unserer Sicht nicht mit einem Verkauf dieser Liegenschaften durch die Pensionskassen zu rechnen.

Die direkte Vergabe von Hypotheken ist eher eine Anlageklasse für grössere Kassen. In Erinnerung zu rufen ist, dass verschiedene Kassen schon seit vielen Jahren Hypotheken vergeben und der Aufbau eines Portfolios Zeit und Know-How braucht. Wenn sich Führungsorgane für diese Anlageklasse entscheiden, haben sie – über interne oder externe Kanäle – auch die notwenige Governance sicherzustellen. Im Vordergrund steht zweifellos die Überprüfung der möglichen Risiken.

 

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