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Auch der Schweizerische Bäcker-Confiseurmeister-Verband ist gegen die neue Umverteilung

Eines der Hauptargumente des Arbeitgeberverbands für seine Reformvorlage zur zweiten Säule lautet immer, es seien vor allem die Verbände der richtig gut Verdienenden, die den Vorschlag der so genannten Sozialpartner ablehnen. Dass das nicht stimmt, ist schon lange bekannt, spätestens seit auch Gastrosuisse und die Baumeister den Vorschlag ablehnten. Nun hat sich auch der Schweizerische Bäcker-Confiseurmeister-Verband dagegen ausgesprochen.

Er schreibt: "Die berufliche Vorsorge muss dringend reformiert werden. Der Zentralvorstand des Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verband (SBC) hat sich einstimmig für den «Mittelweg» entschieden. ... Das Sozialpartner-Modell sieht einen lebenslangen Rentenzuschlag nach dem Giesskannenprinzip vor. Dieser soll mittels zusätzlichen Lohnbeiträgen finanziert werden. «Damit würde diese Variante eine systemfremde Umverteilung in der beruflichen Vorsorge einführen und das bewährte 3-Säulen-Prinzip in Frage stellen», betonte Urs Wellauer bei seinen Erläuterungen vor dem ZV. Die Gewerkschaften hätten hier ihren Stempel aufgedrückt. «Dieses Modell führt zu grossen Mehrkosten für die Bäckerei-Confiserie-Branche.»

Der SBC befürwortet grudnsätzlich den so genannten "Mittelweg". Dieser trage allen Reformzielen Rechnung, ohne dass das Gewerbe unverhältnismässig belastet werde. Nur dieser Vorschlag könne das teure Sozialpartner-Modell noch verhindern. Einzig bei der Kompensation der Übergangsgeneration fordert der SBC weitere Abklärungen. Denn der «Mittelweg» sieht vor, dass die Pensionskassen die Kompensation selbst finanzieren. Da scheint der SBC jedoch schlecht informiert zu sein, denn der Bund hat alle Pensionskassen verpflichtet, entsprechende Rückstellungen zu bilden. Sollte die eine oder andere Kasse ihrer gesetzlichen Pflicht nicht nachgekommen sein, darf man nicht daran die Reform ausrichten, sondern sollte für diese dann individuelle Lösungen finden. Erst recht, solange man nicht einmal weiss, ob dieser hypothetische Fall überhaupt eingetreten ist. 

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