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Auch der Schweizerische Versicherungsverband übt harte Kritik an der in der Vernehmlassung steckenden Vorlage zur Reform der beruflichen Vorsorge. Der Rentenzuschlag wird als Fremdkörper der zweiten Säule bezeichnet. Mehr dazu in der NZZ Online.
Im bürgerlichen Lager wächst der Widerstand gegen den Vorschlag der so genannten Sozialpartner für die Reform der zweiten Säule. Die FDP-Fraktion spricht sich gegen das zentrale Element aus, schreibt der Tages-Anzeiger. Die CVP unterstützt wohl eher den Vorschlag des ASIP. Immer mehr zeichnet sich ab, dass der Bundesratsvorschlag für die dringend notwendige Reform der zweiten Säule im bürgerlichen Lager pratisch keine Chancen hat. Auch CVP- und FDP-Fraktion sind nun dagegen, wie der Tages-Anzeiger heute berichtet.
Claude Chatelain klärt auf, warum der Staat an steigenden Immobilienpreisen verdient, warum wir alle Aktionäre sind (fast alle, genau genommen) und wieso die Pensionskassen ihr glänzendes Anlageresultat vom letzten Jahr nur teilweise an die Versicherten Beitragszahler weitergeben können. Weiterlesen: https://www.blick.ch/news/wirtschaft/gopfried-stutz/gopfried-stutz-ueber-die-boersengewinne-in-der-2-saeule-wir-alle-sind-aktionaere-id15719724.html
Der Arbeitgeberverband hat auf den Gegenvorschlag dreier seiner Mitglieder mit dem Argument reagiert, dies zeige vor allem eins: "Der Sozialpartnerkompromiss ist gut." Die Logik dahinter ist jedoch schwer nachzuvollziehen. Wieso ist ein Vorschlag dann gut, wenn er viele Gegenvorschläge auslöst? Weil nur der Arbeitgeberverband (und die Gewerkschaften) die Güte solcher Vorschläge beurteilen können und alle anderen den ursprünglichen Vorschlag falsch verstehen?
"Ich bin als Handwerker selbstständig erwerbend (45, m, verheiratet, ein Kind) und überlege mir, eine GmbH zu gründen. Macht dies aus vorsorgetechnischer Sicht auch Sinn? Wie stelle ich die Vorsorge sicher? Muss oder soll ich mich einer Pensionskasse anschliessen?" Machen Sie sich schlau: https://www.luzernerzeitung.ch/leben/ratgeber/selbststandig-wie-organisiere-ich-die-vorsorge-ld.1178976
"Ich (w, 55, geschieden) lebe seit drei Jahren mit meinem Lebenspartner zusammen. Ich habe eine erwachsene Tochter, mein Lebenspartner hat keine Kinder. Wir würden uns gerne gegenseitig in unseren Pensionskassen und bei unserem 3a-Konto begünstigen. Ist das möglich und wie wäre das Vorgehen?" Die Antwort gibt es hier: https://www.luzernerzeitung.ch/leben/ratgeber/wie-kann-ich-meinen-lebenspartner-begunstigen-ld.1183889
Hansueli Schöchli befasst sich in der NZZ vom letzten Samstag mit dem Vorshclag eines Renten-Splittings für Ehepaare als Reformvorschlag für die zweite Säule. Ohne Mehrkosten lasse sich die berufliche Vorsorgesanieren sanieren, sagen zwei Pensionskassenexperten. Ihre Reformidee verspricht eine Stärkung der Stellung der Frauen und die gleich grossen Spareffekte wie der weit teurere Reformvorschlag des Bundesrats.
Was immer man über den BVG-Reformvorschlag der so genannten Sozialpartner denken mag, eins kann man ihm nicht abstreiten: er hat in der Branche einen Kreativitätsschub ausgelöst, wie man ihn im Zusammenhang politischer Diskussionen bisher kaum kannte. Denn der Plan, nach dem Giesskannenprinzip einen Rentenzuschlag einzuführen, der auf unbestimmte Zeit die erste und zweite Säule miteinander beschränkt und deshalb auch zu gar nicht berechenbaren, aber enormen Zusatzkosten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer führt, muss auf jeden Fall verhindert werden.
"Die Pensionskassen knausern – trotz Rekordjahr" – Schlagzeilen wie diese von der NZZ konnte man in den letzten Tagen öfters lesen. Zurecht! Doch ist dies nicht die Schuld der Pensionskassen, die ja offensichtlich ihre Hausaufgaben gemacht haben. Das Geld geht auch nicht in "die eigenen", wie böse Zungen behaupten, oder in die Taschen von Aktionären. Denn Pensionskassen sind meist Stiftungen und alles Geld gehört den Versicherten. 1000 Milliarden Franken besitzt die Schweizer Bevölkerung in der zweiten Säule.

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