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ASIP: Einsatz für eine starke zweite Säule!

Lausanne, 4. Mai 2018. Anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums stellt der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP Studien zur Zukunft der zweiten Säule vor und definiert Grundsätze, die für die Zukunft der beruflichen Vorsorge zu beachten sind. Die kapitalgedeckte, kollektive berufliche Vorsorge als zweite Säule nimmt für den Verband im Drei-Säulensystem einen wichtigen Stellenwert ein. Der demografischen Entwicklung, der Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse, den wirtschaftlichen Veränderungen und dem Wandel der Finanzmärkte ist Rechnung zu tragen. Es braucht eine BVG-Reform, in der möglichst rasch der Umwandlungssatz im BVG gesenkt wird. Vor allem aber stehen die Reduktion der Regulierungsdichte und Komplexität sowie - unter Vorgabe eines sozialpolitischen Leistungsziels - die Entpolitisierung der Parameter für den ASIP im Vordergrund. 

Neben der Behandlung der statutarischen Verbandsgeschäfte wurden an der ASIP-Mitgliederversammlung vom 4. Mai 2018 in Lausanne verschiedene Fragen zum Stellenwert und zur Zukunft der kapitalgedeckten Vorsorge diskutiert. Basis der Diskussion bildeten Studien, die der ASIP aus Anlass seines 20-jährigen Bestehens in Auftrag gegeben und in einer zusammenfassenden Schrift (vgl. Beilage) publiziert hat. Alle Studien sind abrufbar unter www.asip.ch, Aktuell/News. 

Die sozialpartnerschaftlich geführten Pensionskassen (PK) müssen sicherstellen, dass die beschlossenen Ertrags- und Leistungsziele realisiert werden, denn die Versicherten - sie haben einen überwiegenden Teil ihres Sparguthabens in den PK investiert - stellen sich die Frage nach der Sicherheit ihrer Leistungen und der Solidität der PK. Vor diesem Hintergrund beleuchtet ein von BAK Economics AG verfasstes Portrait der Pensionskassen die volkswirtschaftliche Bedeutung und zentrale sozialpolitische Funktion der PK. Die Studie beleuchtet mit Zahlen und internationalen Vergleichen die zentrale Bedeutung der beruflichen Vorsorge für die Schweizerische Altersvorsorge: Die Pensionskassen erfüllen nicht nur für die Versicherten eine wichtige Funktion. Durch die Anlage des Vorsorgekapitals tragen sie auch in erheblichem Masse zur Finanzierung öffentlicher und privater Investitionen bei.

Aufgrund des sich verändernden Umfelds müssen gemäss ASIP aber auch Diskussionen über die zukünftige Ausgestaltung des Vorsorgesystems geführt werden. Um die Zukunft der kapitalgedeckten beruflichen Vorsorge zu untersuchen, beauftragte der ASIP Professorin Dr. Yvonne Seiler Zimmermann (Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ, Hochschule Luzern) und Professor Dr. Heinz Zimmermann (Wirtschaftliches Zentrum WWZ, Universität Basel) sowie Dr. Roger Baumann und Dr. Jan Koller (c-alm AG, St. Gallen), je eine Studie zur Zukunft der kapitalgedeckten beruflichen Vorsorge zu verfassen. Im Fokus standen die Fragen, ob ein kapitalgedecktes Vorsorgesystem im Tiefzinsumfeld (volkswirtschaftlich) effizient ist, welchen Stellenwert die berufliche Vorsorge im Kontext der drei Säulen einnimmt und welche Schlussfolgerungen sich aufgrund der Untersuchungen für die zukünftige Gestaltung der beruflichen Vorsorge ergeben.

Basierend auf diesen Studien hat der ASIP Grundsätze definiert, die für die Zukunft der beruflichen Vorsorge zu beachten sind. Sie sollen auch als Grundlage für die bevorstehenden Debatten zur BVG-Reform dienen:

Die kapitalgedeckte, kollektive berufliche Vorsorge als zweite Säule nimmt in unserem Drei-Säulensystem einen wichtigen Stellenwert ein. Der ASIP fokussiert sich auf die Erhaltung, Förderung und Weiterentwicklung der beruflichen Vorsorge. Dabei ist der demografischen Entwicklung, der Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse, den wirtschaftlichen Veränderungen und dem Wandel der Finanzmärkte Rechnung zu tragen. Der ASIP setzt sich ein für

  • ein langfristig ausgerichtetes, vielfältig strukturiertes Vorsorgesystem
  • faire, generationengerechte Vorsorgelösungen 
  • ökonomisch realistisch definierte Leistungsziele (Abbau/ Reduktion der ungewollten planmässigen Umverteilung)
  • einfache, praxistaugliche Vorsorgelösungen
  • sozialpartnerschaftlich und dezentral geführte PK
  • eigenverantwortlich handelnde, gut ausgebildete Führungsorgane.

Um diesen Zielsetzungen gerecht zu werden, braucht es eine BVG-Reform, in der möglichst rasch der Umwandlungssatz im BVG gesenkt wird. Im Rahmen dieses dringend einzuleitenden Reformschrittes sollten sich die Sozialpartner und anschliessend auch die Politik auf eine Lösung einigen. Für den ASIP stehen aber vor allem auch die Reduktion der Regulierungsdichte und Komplexität sowie - unter Vorgabe eines sozialpolitischen Leistungsziels - die Entpolitisierung der Parameter im Vordergrund. 

Das kapitalgedeckte Vorsorgesystem stellt einen sozialpolitischen Erfolgsfaktor dar. Die in der Vergangenheit erbrachten Leistungen sowie das vorhandene Leistungspotenzial sind laut ASIP weiterhin Garant für eine starke berufliche Vorsorge. 

 

Weitere Informationen:

Jean Rémy Roulet, Präsident (Genf); 

Telefon + 41 22 949 19 19 oder

Hanspeter Konrad, Direktor

Telefon +41 43 243 74 15

E-Mail konrad@asip.ch

ASIP, Kreuzstrasse 26, CH-8008 Zürich

 

Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP mit Sitz in Zürich ist der Dachverband für rund 930 Pensionskassen. Er vertritt über die Mitglieder rund zwei Drittel der Versicherten in der beruflichen Vorsorge sowie ein Vorsorgevermögen von über CHF 550 Mia. Der ASIP bezweckt die Erhaltung und Förderung der beruflichen Vorsorge auf freiheitlicher und dezentraler Basis und setzt sich für das Drei-Säulen-Konzept in ausgewogener Gewichtung ein.

 

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