You are here

Blog

In seiner neuesten «Fachmitteilung Nr. 108 Retrozessionen» befasst sich der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP mit dem Thema Retrozessionen. Darin ermuntert er die Pensionskassen «hart zu bleiben und sich – im Interesse ihrer Versicherten – nicht mit allgemeinen Hinweisen abspeisen zu lassen, und insbesondere auch auf der zehnjährigen Verjährungsfrist zu beharren».

Der aktuelle Umwandlungssatz berücksichtigt die Alterung der Bevölkerung nicht. Der Umwandlungssatz ist mit 6.8 % zu hoch angesetzt. Dies führt dazu, dass den künftigen Rentnern aktuell mehr verteilt wird, als sie selbst angespart haben. Damit fliesst ständig Geld von den aktiven Beitragszahlenden zu den neuen Rentner/-innen. Diese Umverteilung gefährdet die Stabilität der Kassen und geht zulasten der kommenden Generationen. Aus diesen Gründen muss der Umwandlungssatz so schnell wie möglich gekürzt werden, denn je länger zugewartet wird, desto teurer wird es. Lesen Sie im nachfolgenden Artikel mehr zu dieser Herausforderung.

Nach der Ablehnung der «Altersvorsorge 2020» werden die ersten Grundzüge einer neuen Reform erkenntlich. Wie bereits bei vergangenen gescheiterten Reformversuchen, z.B. der 11. AHV-Revision im Mai 2004 und der Senkung des Umwandlungssatzes im BVG im März 2010, sollen nun AHV und BVG getrennt reformiert werden. Wie der folgende Artikel zeigt, gibt es sowohl in der 1. als auch der 2. Säule Reformbedarf – wobei der Handlungsdruck in der 2. Säule vom Rentenexperten Martin Eling jedoch grösser eingeschätzt wird.

Zürich, 24.9.2017. Trotz des Neins des Schweizervolkes zur Reform der Altersvorsorge muss die Diskussion um eine zukunftsfähige Altersvorsorge dringend weitergeführt werden, da sich die ökonomischen und demografischen Herausforderungen mit jedem weiteren Jahr verstärken. Das Nein des Schweizervolkes zur Vorlage „Altersvorsorge 2020“ sollte nicht als Nein zu einer grundsätzlichen Reform der Altersvorsorge verstanden werden. Es braucht jetzt eine Reform, welche die dringendsten Probleme löst: Massvolle zusätzliche Mittel für die AHV zur Deckung des Umlagedefizites, eine sinnvolle weitere Flexibilisierung des Altersrücktritts sowie eine Senkung des BVG-Umwandlungssatzes mit Ausgleichsmassnahmen im BVG zum Erhalt des Leistungsniveaus.

Folgender informativer Artikel ist kürzlich in der Finanz und Wirtschaft erschienen. Darin ist zu lesen, wovon die schlussendliche Rentenhöhe eigentlich abhängt. Fazit: Nicht nur der Umwandlungssatz bestimmt, wie gross die Rente dereinst wird.

Im Zusammenhang mit der Reform der Ergänzungsleistungen ist die Forderung nach einem Verbot des Vorbezugs von Pensionskassengeldern laut geworden. Durch diese Massnahme sollen die steigenden Ausgaben für Ergänzungsleistungen gebremst werden. Der Avenir-Suisse-Vorsorgespezialist Jérôme Cosandey erklärt im nachfolgenden Artikel, warum diese Einschränkung der falsche Ansatz für das Problem ist und plädiert für eine Grundsatzdiskussion.

ASIP-Mitgliederversammlung vom 12. Mai 2017: Altersvorsorge 2020. Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP hat seine Mitglieder zur Reform der Altersvorsorge befragt. Dabei wurde die Haltung des Vorstands von über 80% der antwortenden Mitglieder unterstützt. Bezüglich Gesamtbeurteilung der Vorlage bewegen sich die Meinungen zwar innerhalb einer bestimmten Bandbreite: Mehrheitlich wird – teilweise mit Vorbehalten – zugestimmt; eine Minderheit lehnt, unter Betonung der zusätzlichen monatlichen CHF 70 für Neurentner und der umsetzungstechnischen Nachteile für die berufliche Vorsorge, die Vorlage aber ab. Aufgrund dieser Ergebnisse sagt der ASIP nach Abwägen der Vor- und Nachteile Ja zum beschlossenen Kompromiss.

Pages